Bei uns daheim

Es ist wirklich nicht alles schlecht! (Foto: wikipedia/D. Shankbone)

Es ist wirklich nicht alles schlecht! (Foto: wikipedia/D. Shankbone)

Schlechte Nachrichten sind bei uns daheim schon lange Alltag geworden: Das Morden in Syrien, prügelnde Polizisten in der Türkei, Obama in Berlin oder die Pleite einer großen Baufirma. In Radio, Fernsehen, Zeitungen und im Internet werden uns solche Nachrichten präsentiert, als ob es gar nix anderes mehr zu berichten gäbe. Außer vielleicht eine Prise Sex. Die ganze Welt scheint ins Trudeln geraten zu sein.

Aber das ist nicht so: Die Grundlagen unseres Zusammenlebens entwickeln sich weiter, sie verändern sich, aber sie brechen nicht zusammen: Allen Unkenrufen zum Trotz funktioniert der Zusammenhalt in unserer Gesellschaft nicht schlechter als vor 10, 20 Jahren. In unseren Medien gibt es nur nicht viel darüber zu lesen und zu hören. Schlechte Nachrichten sind und bleiben gute Nachrichten. Doch widmen wir uns ein wenig den wirklich guten Nachrichten. Zum Beispiel der, dass unsere Arbeitsplätze recht einfach gesichert und vermehrt werden können:

Unser Zusammenleben basiert auf der simplen Tatsache, dass es nur miteinander geht. Auf diese kleine Wahrheit kann man das ganze Geheimnis des sozialen Lebens in den letzten paar tausend Jahren eindampfen.

Miteinander wirtschaften – daheim wirtschaften

Miteinander, das heißt auch miteinander wirtschaften. Dass die Wirtschaft etwas ist, das sich die großen Konzerne, die weltumspannenden Banken und deren politische Unterstützer unter sich ausmachen, ist allerdings ein Gerücht: Wirtschaft ereignet sich immer auch regional: Wenn wir Kartoffeln aus dem Nachbarort essen, wenn wir beim Kauf von Bekleidung darauf achten, wo und vor allem wie sie hergestellt wird, wer sich für seine Wohnung ein schönes Möbelstück aus heimischem Holz anschafft – die oder der handelt wirtschaftlich. Und nachhaltig obendrein. Qualitätsmöbel, von einheimischen Betrieben produziert, sind vielleicht teurer als ein billiger Schrank, in einer chinesischen Fabrik von unterbezahlten Wanderarbeitern aus thailändischen Spanplatten zusammengeschraubt. Aber sie sind besser, sie sehen besser aus, sie halten länger – und sie geben uns die Gewissheit, Arbeitsplätze dort zu sichern, wo wir sie brauchen: Bei uns daheim.