Eine Brotdose aus Zirbenholz, oder: Warum werfen wir so viel Brot weg?

Was hat eine einfache Brotdose aus Zirbenholz damit zu tun, wie viel Brot jährlich in Österreich und generell weggeworfen wird? Wesentlich mehr jedenfalls, als man es auf den ersten Blick vermuten würde. Doch man muss hier etwas weiter ausholen, um diesen Zusammenhang darzulegen.

Die Brotdose aus Zirbenholz hat einige bemerkenswerte Eigenschaften.

Die Brotdose aus Zirbenholz hat einige bemerkenswerte Eigenschaften.

Es sind auf alle Fälle zweifellos alarmierende und erschreckend Zahlen: Will man mit Statistiken umgehen, dann landet aus dieser Sicht jedes fünfte Stück Brot im Müll. Ganze 40 Tonnen Brot finden jährlich ihren Weg in den Müll. Zahlen, die man erstmals gar nicht glauben kann und glauben will.

Wem muss man die „Schuld“ daran geben? Sind es die Bäcker, die zu viel Brot, Brötchen und Gebäck backen, damit es nie den Anschein hat, als würde das Brot gegen späten Nachmittag und frühen Abend hin ausgehen? Oder sind wir einfach schon so daran gewöhnt, dass wir immer mit Überfluss gelockt werden müssen? Sprich: erschreckt uns die drohende Leere in der Bäckerei oder in einem Geschäft so sehr, dass immer Überfluss suggeriert werden muss?

Oder anders gefragt: Wer ist letztlich verantwortlich dafür, dass so viel Brot weggeworfen wird? Sind es die Bäcker, die sich nicht die „Blöße“ geben wollen, schon früh nicht mehr die volle Auswahl an Backwaren zu haben oder sind wir es als Konsumenten, die davon ausgehen, dass wir, fast schon rund um die Uhr, frisches Brot haben wollen und können? Es ist wohl eine unglückselige Verquickung dieser beiden Aspekte, die einer strengen Marktlogik folgen.

Wer zugibt, dass man ab spätestens 17:00 nicht mehr die volle Auswahl anbieten kann, der hat in der Marktlogik auch zugegeben, dass er seinen Kund_Innen nicht immer das anbieten kann, was sie sich gerade wünschen. Dieses eigentlich leicht zu durchschauende System setzt auf der einen wie auf der anderen Seite Akteure voraus, die sich dieser vermeintlichen Logik ausliefern und diese, zumindest nicht explizit hinterfragen und diese somit weitertragen und sogar forcieren.

Es gibt eigentlich nur eine Möglichkeit, und diese ist eigentlich evident. Dennoch muss man sie sich immer wieder erarbeiten und sich immer wieder vor Augen halten: Es braucht den bewussten Konsumenten und den bewussten Produzenten. Beide Akteure im Markt, denn es gibt selbstverständlich kein außerhalb des Marktes, müssen sich mit einem bewussten Verhalten der Nachhaltigkeit verschreiben.

Und man kann davon ausgehen, dass man es sich nicht mehr in einer Marktnische gemütlichen machen muss, sondern dass ein solches Denken mehr oder mehr im „Mainstream“ des Kauf- und Konsumverhaltens ankommen wird, vielleicht auch schon angekommen ist.

Ein Brotdose aus Zirbenholz als Zäsur

„4BetterDays“ ist dabei jedenfalls ein wichtiger Beitrag, um dieses Umdenken zu forcieren, zu unterstützen und es damit zu ermöglichen, dass ein Denken, das Qualität, Nachhaltigkeit und Bewusstsein um die eigenen Ressourcen, in die Köpfe möglichst vieler Einzug hält. Und wie so oft beginnt eine solche „Revolution“ nicht mit großen Gesten und umstürzlerischen Anwandlungen, sondern mit ganz alltäglichen Gegenständen, die aber einen großen Effekt haben können.

Die Zirbe ist in Tirol besonders verbreitet.

Die Zirbe ist in Tirol besonders verbreitet.

So ist die Brotdose aus Zirbenholz ein wichtiger Gegenstand im alltäglichen Bewusstsein in Bezug auf Nachhaltigkeit und einem Umdenken in ebendiese Richtung. Und allein schon diese Tatsache, dass hier mit Zirbenholz gearbeitet zeigt eine neue Haltung an. Hier will man sich bewusst von Billigprodukten aus Plastik aus dem sogenannten „Fernen Osten“ abheben. Denn die Zirbe wächst und gedeiht, nebenbei erwähnt, verstärkt auch in Tirol und somit ist der Grundsatz der Regionalität mehr als gewährleistet. Hier wird sinnvoll mit den Ressourcen der Region umgegangen und dabei ein Produkt von höchster Qualität hergestellt, das nicht nur besser aussieht als etwas aus Plastik, sondern auch besser riecht. Wer einmal den Geruch von Zirbenholz in seiner Küche hatte, wird diesen nicht mehr missen wollen.

Und an diese Brotdose, die auf den ersten Blick wie ein ganz gewöhnlicher Alltagsgegenstand wirkt, kann man die Brücke zur eingangs erwähnten Thematik schlagen, dass in Österreich so viel Brot weggeworfen wird, denn mit der „Original Kumitzberg Brotdose“ ist gewährleistet, dass Brot und Gebäck länger frisch bleibt und vor allem nicht schimmelt. Es ist belegt, dass Zirbenholz zu 0,5 % Pinosylvin enthält. Das bedeutet im Klartext, dass diese Substanz eine toxische Wirkung gegenüber Schadorganismen wie Pilzen und Bakterien hat.

Die Brotdose aus Zirbenholz  ist damit ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, man könnte auch sagen eine Anleitung zum Umdenken und zu einem veränderten Konsumverhalten. Ein kleiner Gegenstand jedenfalls mit großer Wirkung, den man Einzug in seinen Alltag und in sein Einkaufsverhalten halten lassen sollte.

Und vielleicht verändert sich durchs Einzug halten dieser Brotdose in den Alltag möglichst vieler Menschen auf die alarmierende Statistik in Bezug darauf, wie viel Brot weggeworfen wird. Man darf es sich erhoffen und eine möglichst rasche Änderung dieser faktischen Lage wünschen. Es braucht ein Umdenken, auch in Bezug auf unsere Konsum- und Shoppinggewohnheiten.