Synthetische Duftstoffe können Allergien auslösen

Wohin auch immer wir gehen: Duftstoffe bestimmen unseren Alltag. Ob in Form von Parfums, Waschmitteln, Raumsprays oder als Duftstoff-Marketing ins Kaufhäusern und Hotels. Es wird seitens der Wirtschaft als eine neue Möglichkeit betrachtet, Menschen eine angenehme Atmosphäre vorzugaukeln und sie zum Kauf irgendeines Produktes zu animieren. Meist werden die Düfte zu allem Überfluss noch mit irgendeiner Musik in Endlosschleife unterlegt.

Aber Hand auf’s Herz. Könnten wir uns gewaschene Wäsche noch vorstellen, die nicht nach irgendeiner Frühlingswiese riecht? Oder gar den vollen Duft von Flieder im Schrank verströmt? Ohne Parfum außer Haus gehen? Für viele von uns nicht mehr vorstellbar. Sogar Reinigungsmittel verbreiten angenehme Düfte, meist nach irgendwelchen Zitrusfrüchten. Selbst auf der Toilette möchte der duftverwöhnte Mensch nach getanem Geschäft von lieblichen Veilchen- oder anderen Düften umwabert werden. Sogar der Duft, der frühmorgens allerorten den Brot-Aufbacköfen entströmt ist künstlich. Er soll Appetit machen und Appetit fördert bekanntlich das Geschäft.

Duftstoffe können Allergien auslösen

Etwa 3.500 verschiedene Aromastoffe werden derzeit in Europa angeboten, von denen jedoch nur 26 einer Deklarationspflicht unterliegen. Das heißt noch nicht, dass die restlichen 3.474 Duftstoffe völlig ungefährlich und ohne Wirkung auf die menschliche Gesundheit wären. Denn die Wirkungsweise der Düfte auf die Gesundheit der Verbraucher ist kaum untersucht.

Duftstoffe können vor allem Allergien auslösen. Und vor allem synthetische Duftstoffe sind gefährlich, warnen Mediziner, Umweltämter und Verbraucherschutzorganisationen. Man sollte es nicht glauben: Duftstoffe bergen ein enormes Allergie-auslösendes Potential. Hinter Nickel folgen sie bereits an zweiter Stelle. Wichtig zu wissen: Durch synthetische Duftstoffe ausgelöste Allergien können nicht nur durch Hautkontakt entstehen sondern auch Gesundheitsschäden über die Atemluft hervorrufen. Deshalb ist es unverständlich, weshalb das ‚Duftmarketing‘ nach den Großkaufhäusern auch bereits Arztpraxen und Kliniken erfasst hat.

Düfte aus der Dose

Die unbekannte Zusammensetzung der meisten Duftcocktails kann ein Grund dafür sein, dass Patienten in den letzten Jahren vermehrt über Konzentrationsstörungen, Magen- und Darmbeschwerden sowie Kopfschmerzen klagen. Und dass Duftstoffallergien rasant zunehmen.

Naturbelassene Duftstoffe sind eine Alternative zu den chemisch-synthetischen Stoffen. Wie zum Beispiel der in den letzten Monaten in Mode gekommene ‚Zirbenduft‚. Dieser Duft wird aus den Zapfen, Nadeln und dem Holz der hochalpinen Zirbe destilliert und stellt eine echte Alternative zu den künstlichen Duftstoffen dar. Und der Zirbenduft beinhaltet Pinosylvin, einen Stoff, der nicht nur für einen besseren Schlaf sorgt. Er besitzt auch die Eigenschaft, schlechte Gerüche zu neutralisieren.

Aus den Nadeln und den Zapfen der hochalpinen Zirbe wird ein natürlicher Duftstoff gewonnen, der gesundheitlich positive Wirkungen auf den Körper hat.
Duftstoffe, aus den Nadeln und den Zapfen der hochalpinen Zirbe gewonnen. Der Stoff heißt Pinosylvin und hat gesundheitlich positive Wirkungen auf den Körper.

Eine besonders attraktive Möglichkeit besteht darin, mit Zirbenspänen gefüllte Kissen in der Wohnung zu platzieren. Ihr unaufdringlicher – aber stets vorhandener Duft ist außerordentlich angenehm und in gewisser Hinsicht luftreinigend.

Ob synthetische Düfte oder aus Naturmaterialien gewonnene Essenzen: allzuviel ist ungesund. Deshalb sollten selbst die Naturdüfte spärlich eingesetzt werden. Es ist allemal besser, eine Wohnung zu lüften als zu versuchen, mit einem Raumspray aus einer stickigen Wohnung eine ‚duftende Oase‘ zu machen.