Holz, Schnee, Sex, Plastik

Weniger Plastikpartikel in unseren Duschgels und Seifen. Kein billiges Glumpert einkaufen, ein bisschen mehr darauf achten, woher die Produkte kommen, die wir kaufen, und woraus sie bestehen.

Weniger davon, sonst bringen wir uns noch selber um. (Foto: Modlik)

Eines dieser vier Dinge ist gerade dabei, uns und der Welt, in der wir leben – und in der unsere Kinder leben – furchtbaren dauernden Schaden zuzufügen. Raten wir einmal, was:

Holz – geht nicht, ist ja ein natürlicher Stoff, nachwachsend, gut für die Luft, für die Gegend und für die Holzwirtschaft.

Schnee – ist nur dann problematisch, wenn er a) zur falschen Zeit oder b) gar nicht kommt.

Sex – ohne denselben gäbe es uns alle nicht (ein Schuft, der meint, der Autor hätte den Begriff in diesen Artikel eingefügt, damit er von Suchmaschinen besser gefunden wird).

Plastik – Bingo! Plastik ist, entschuldigen Sie den Ausdruck, der Dreck, an dem wir noch einmal alle ersticken werden.

Der Gebrauch …

… von Plastik allein ist nicht das Problem. Plastik hat, in all seinen vielfältigen Erscheinungsformen, auch handfeste Vorteile: Wir freuen uns, wenn der Chirurg, der uns den Blinddarm entfernt, frische Handschuhe trägt, wir lieben den Airbag aus Kunststoff, wenn wir gegen den Baum krachen, wir schätzen die Schwimmflügel, die unseren lieben Kleinen die ersten Erfahrungen im Wasser ermöglichen. Und wir kennen noch eine Unmenge an Beispielen, die zeigen, dass eine Welt ohne Plastik undenkbar geworden ist.

Kein Kreislauf

Das Fürchterliche an Plastik ist die einfache Tatsache, dass es sich dabei um einen Stoff handelt, der nicht in einem Kreislauf zirluliert, sondern der in riesigen Mengen in die Natur gerät und dort, nach Jahren in kleine und kleinste Partikel zerrieben, in unserer Nahrungskette landet. Nicht, ohne zuvor eine Vielzahl von Lebewesen vergiftet zu haben. Der gigantische Müllteppich im Atlantik ist ja seit dem Film “Plastic Planet” weithin bekannt, die endlosen Müllhalden entlang der Straßen in vielen unserer Urlaubsparadiese kennen wir auch.

Was wir wirklich brauchen …

… sind nicht die 600 Milliarden Nylonsäcke, die jedes Jahr hergestellt, benutzt und weggeworfen werden. Was wir nicht brauchen, sind Plastikpartikel in unseren Duschgels und Seifen. Was wir auch nicht brauchen, sind billige Schuhe und Kleider, die gefährliche Ausdünstungen produzieren.
Was wir brauchen, ist auch keine große Veränderung in unserem Leben: Wir brauchen nur ein paar kleine Schritte im Alltag zu machen: Kein billiges Glumpert einkaufen, ein bisschen mehr darauf achten, woher die Produkte kommen, die wir kaufen, und woraus sie bestehen. Und das weitererzählen.
Dann haben wir schon viel getan.

Um diese Litanei abzuschließen: Es gibt auch Plastic (mit c), das wirklich Spaß macht und keinem schadet!

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